Am Morgen des neunten Reisetags brachen wir zur Rückreise auf. Alternativ zur Route der Hinreise nahmen wir dabei die Nachfähre von Trelleborg nach Rostock; Trelleborg liegt am südlichsten Zipfel Schwedens in Skåne (Helsingbog befindet sich nordwestlich von Trelleborg). Die Nachtfähre ist Wochentags etwa siebeneinhalb Stunden unterwegs (23:00 - 06:30 Uhr laut Fahrplan).
Bei der Fähre der TT Lines handelt es sich um ein reines Transportschiff, das auf insgesamt zehn Decks Fahrzeuge und Kabinen beherbergt. Die Schiffe Tom Sawyer und Huckleberry Finn bieten ansonsten noch eine Sauna (Deck 1, nachs geschlossen) sowie einen Shop (schließt eine Stunde nach Abfahrt) und eine Cafeteria (ebenfalls nachts geschlossen). Lounges oder Aufenthaltsmöglichkeiten ausserhalb der Kabinen sind praktisch nicht vorhanden, daher liegen überall in den Gängen übernächtigte Reisende auf dem Boden - und Hundebsitzer, denn die bekommen nicht unbedingt eine Kabine.
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Der schwedische Nationalpark Tiveden liegt im Zwischenseengebiet zwischen den Seen Vänern und Vättern. Tiveden ist ein felsiges, verblocktes und teilweise von Urwald bewachsenes Gebiet.
Im Nationalpark befinden sich neben dem Fels Trollkyrka auch mehrere Wildmarksseen. Zusammen mit den Wäldern östlich des Vättern (Tylöskog und Kolmården) bildet Tiveden die Grenze zwischen Götaland und Svealand. Der Name ist als der Wald (ved) des Gottes Tyr (Ti) zu verstehen.
Der Nationalpark ist durch eine kleine Straße, den Tivedsleden, erschlossen und erreichbar vom Riksväg 49 zwischen Karlsborg und Askersund oder der E20 zwischen Hova und Laxå.
Am Morgen stellen wir fest, dass die Wasserpumpe im Brunnen unserer Hütte ›Habo‹ auch noch arbeitet, wenn gar kein Wasser gezogen wird; sie läuft also permanent, und das kann rasch zu einer Überhitzung führen. Wir öffnen den Brunnen und stellen fest, dass eine Schwimmpumpe verwendet wird, also so ein Ding, mit dem man einen kleinen Swimming Pool leermacht. Für einen Trinkwasserbrunnen in Schweden ist das eine eher ungewöhnliche Lösung, allerdings ist der Brunnen auch nur ein paar Meter tief - was wohl auch den ekligen Geschmack des Wassers erklärt.
Wir benachrichtigen den Vermieter, dieser will sich mit dem ›Hausmeister‹ Åke in Verbindung setzen und und die Pumpe reparieren lassen. Wir fahren bei Åke vorbei und vereinbaren einen Termin am Abend - tagsüber steht bei uns das kleine Naturreservat Bjukärr auf dem Programm.
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Die Anreise nach Småland führte zunächst von Berlin nach Rostock; dort nahmen wir die Fähre nach Gedser in Dänemark, fuhren weiter nach Helsingor, nahmen dort eine weitere Fähre nach Helsingborg in Schweden und und gelangten von dort nach längerer Fahrt in die Umgebung von Karlsvik.
Dort hatten wir eine kleine Hütte namens ›Habo‹ gemietet, die wir näch längerer Suche auch fanden. Nach einem kurzen Einkauf im Karlsviks Lanthandel unternahmen wir noch einen ausgedehnten Abendspaziergang entlang einer mit einem großen ›M‹ gekannzeichneten Landstraße; wie wir nach einer Weile herausfanden, handelte es sich bei diesem ›M‹ nicht um eine Wegmarkierung oder Straßenbezeichnung, sondern lediglich um Hinweisschilder für Ausweichflächen auf dereinspurigen Fahrbahn. Merke: Eine gute Landkarte hilft ;)
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